Die Heimat

Eine Heimat für uns alle, unabhängig von der Religion, der ethnischen Zugehörigkeit und dem sozialen Status, auch Geisteswelt genannt. Ich wähle den Begriff „meine Heimat“, denn hier existiere ich, auch wenn ich zurzeit das Leben als Daniel bereise. Das physische Leben ist eine Illusion mit einem Anfang und einem Ende, und mit einer Reihe von Herausforderungen dazwischen. In der Heimat ist alles ewig, und wir existieren als reine Energien ohne Einschränkungen. Wir leben in der universellen Liebe zu allen und zu allem, und wachsen dabei selbst. Das dies während unseres Erdenlebens schwer für uns zu begreifen ist, ist bedauernswert und traurig. Wir verschwenden während des Lebens viel Kraft und Energie auf den Versuch, unsere innere Angst zu bändigen. Eine Angst, die uns unserer Lebenslust und Freude beraubt und gleichzeitig unsere Gedanken und unser Handeln begrenzt. Eine Angst, die sich aufgrund von Unwissenheit für viele in Hass verwandelt. Stellt Euch vor, alle diejenigen, die heute Angst haben und hassen, würden eines Tages ihre Energie stattdessen dazu benutzen, ihre Nächsten und sich selbst zu lieben. In was für einer wunderbaren Welt würden wir aufwachen!

 

Was ist das Schlimmste, das Dir im Leben passieren könnte – diese Frage stelle ich meinen Mitmenschen häufig. Nach einer kurzen Überlegung lautet die Antwort immer, das Schlimmste sei die Sorge, was im Sterben mit uns passiert. Wir kommen nach Hause! Ist es wirklich so schlimm, zu einem Platz heimzukommen, an dem du geliebt und vermisst wirst? Die Heimat ist der Platz, den du am besten kennst, aber von dem du hier im Leben am wenigsten weißt.

 

Du verlässt das Leben so, wie du eingetreten bist, aber als eine weisere Seele. Deine Reise wird natürlich von den Energien der Heimat überwacht. In der Ankunftshalle stehen Deine Angehörigen und erwarten Dich, nachdem Du so lange fort warst. Nicht mit allen davon hast Du während dieses Lebens zusammengelebt, aber Du kennst sie alle. Das Gefühl in Dir lässt sich nicht mit Worten beschreiben, denn auch Worte sind nur eine begrenzte Ausdrucksmöglichkeit für uns im Leben. Erst jetzt bist Du frei. Eine Freiheit, nach der Du Dich unter Deinem ganzen physischen Aufenthalt auf der Erde gesehnt hast, und die nun wirklich geworden ist für Dich. Eine Freiheit, die Deine Seele nur währen einiger kurzer Stunden im Leben erleben durfte, als Dein Körper tief schlief. Nun bist Du bereit, auf Dein letztes Leben zurückzublicken, und kannst jetzt gleichzeitig alle Zusammenhänge begreifen.

 

Alle unsere Leben sind miteinander verflochten. In der Heimat bist Du der einzige, der urteilt und Dich selbst beurteilt. Wann immer Du willst, kannst Du mit der Kraft Deiner Gedanken Deine Energie zu denen schicken, die noch leben und Dich lieben. Du bist nicht von ihnen getrennt, sondern immer bei ihnen. Du lebst und entwickelst Dich in der Schule der Heimat, und erlebst gleichzeitig alles um Dich herum.

 

Warum hast Du solche Angst, heimzukommen? Eine Heimat, die mit uns zusammenwächst, bis wir selbst eines Tages ein Teil davon werden.

 

Friede