Eine mediale Veranlagung

 

Ja, und was macht ein Medium aus?

Ist etwas, das wir selbst im Zusammenhang mit der Wahl unseres kommenden Lebensthemas und dessen geplantem Beruf auswählen. Und viele Menschen fühlen sich berufen, aber nur wenige sind ausgewählt, oder vielleicht sollte ich sagen, „haben den medialen Weg gewählt“. Wie alle unsere kommenden Wege im Leben, ist auch der mediale Weg eine Anstrengung und eine Herausforderung, aber er schenkt uns gleichzeitig sehr viel.

 

Das erste ist das Gefühl:

Medium zu sein bedeutet aus meiner Sicht, drei Kommunikationswerkzeuge gleichzeitig zu besitzen. Mit anderen Worten, man verfügt über alle drei Werkzeuge für den Kontakt mit der Geisteswelt oder dem eigenen Rektor / Wegweiser. Diese Werkzeuge sind dieselben für uns alle, die jetzt gerade mit der „Heimat“ arbeiten, wie ich die Geisteswelt nenne. Unser Rektor in der Heimat oder, wie die meisten von Euch sagen würden, „Wegweiser“, hat selbstverständlich die Fähigkeit, sicher mit seinen Schülern an deren physischem Platz zu kommunizieren. In unserem Falle ist das hier auf der Erde.

 

Welches sind die drei Kommunikationswerkzeuge, die wir Medien verwenden?

 

Das erste ist das Gefühl:

Ein Gefühl im eigenen Körper erfahren zu können, die Bedeutung dieses Gefühles zu beschreiben und es schließlich loszulassen, um dann wieder neue Information aufnehmen zu können. Eben die Fähigkeit, über das Gefühl zu kommunizieren, während man gleichzeitig auf die Intuition hört. In der Heimat ist dies das Erste, das wir Seelen lernen dürfen. Mit unseren physisch gebundenen Freunden an verschiedenen Stellen des Universums zu kommunizieren, und dies in wachem Zustand der physischen Individuen, die die Information entgegennehmen. Wir Seelen können aus der Heimat heraus schon mit den physischen Individuen kommunizieren, wenn diese noch im Ruhezustand sind. Die Seelen in der Heimat haben keinen physischen Körper zu tragen, was die Kommunikation sehr vereinfacht.

 

Das zweite Werkzeug ist die Bildsprache:

Die Fähigkeit, Bilder in sich aufzunehmen, zu deuten und deren Inhalt zu erschließen. Einfach mitten in der Flut der Informationen zu stehen, sich auf die eigene Intuition zu verlassen, und gleichzeitig Botschaften an die Umgebung zu vermitteln. Mit der Zeit, wenn sich das physische Individuum entwickelt, entwickelt sich auch die Fähigkeit zur Kommunikation. Allmählich wirst Du Bilder sehen können, und Du wirst diese Bilder auch anhalten können, um sie zu wenden und von allen Seiten zu betrachten, sie zu vergrößern und einzelne Ausschnitte gezielt zu betrachten. Du wirst der Heimat Fragen stellen können wenn ein Bild auftaucht, um ein Gefühl gerade mit diesem Bild zu verbinden. Eine Kommunikation mit der Heimat setzt eine funktionierende Kommunikation zwischen zwei der drei Werkzeuge, die wir auf der Erde haben, voraus.

 

Das dritte Werkzeug ist das Gehör:

Eine Stimme hören zu können, die entweder aus Dir selbst heraus kommt oder aber von außen in Dich hinein kommt. Manche medialen Personen haben beide Möglichkeiten, können dies aber nicht beeinflussen, sondern nur zulassen. Manche Individuen vernehmen die Stimmen in Form eines Gedankens, der auftaucht, um sich dann einfach wieder aufzulösen. Vielen medialen Personen fällt es schwer, die inneren Stimmen auseinander zuhalten – Höre ich meine eigene Stimme, oder ist dies eine Botschaft aus der Heimat? Natürlich gibt es Übungen, um die Stimmen besser unterscheiden zu können. Das Gehör wird immer als das schwierigste Werkzeug in der medialen Arbeit empfunden. Wenn ein Individuum die drei Werkzeuge in sich trägt, aber diese noch nicht aufeinander abgestimmt sind, beginnt die wirklich schwere Arbeit, denn die Abstimmung der Werkzeuge aufeinander ist ein langer und anspruchsvoller Prozess. Mit einem Werkzeug umzugehen, ist noch keine Kunst, aber mit dreien gleichzeitig zu jonglieren, ist schon in sich eine Herausforderung.

 

Hier ist die Lebenserfahrung des Mediums wichtig und von großem Vorteil für die kommende Entwicklung zum vollendeten medialen Werkzeug. Vergiss niemals, dass wir alle selbst nur Werkzeuge sind und nichts anderes, was andere auch sagen mögen. Deshalb ist es so wichtig, dass alle Medien von den Botschaften der Heimat an den Empfänger ausgehen, und nicht von ihrem eigenen Ego.

 

In meiner Welt ist diejenige eine mediale Person, die alle drei Werkzeuge in sich trägt und sie auf eine professionelle Weise anwenden kann. Das bedeutet auch, das eigene Ego beiseite zu stellen, um selbst das von der Heimat erwünschte Werkzeug zu werden. Ein Werkzeug, ganz der Gegenwart verhaftet, völlig aufnahmefähig für Botschaften, ohne etwas davon dem Empfänger gegenüber zu verschweigen oder auszuschmücken. So schwer das auch klingt – es ist möglich, wenn Du nur den Willen dazu in Dir trägst. Oft höre ich, dass bestimmte Menschen medial aber nicht geistig sind, und dieser Behauptung möchte ich zustimmen. Lass mich den Unterschied erklären. .

 

Eine geistige Person bemüht sich, mit ihrer Begabung sich selbst und anderen gegenüber bescheiden zu leben. Man lebt sozusagen wie man lehrt, soweit das im Leben möglich ist. Eine mediale Person aber lebt nicht immer so, wie sie lehrt, und lässt sich allzu oft vom eigenen Ego lenken. Unzweifelhaft haben beide Kontakt mit der Heimat, aber sie handeln von außen betrachtet ganz verschieden. Das Lebensziel einer medialen Person ist, mit Hilfe der Heimat Geistigkeit im Leben zu erlangen. Das Ziel der geistigen Person ist, der Heimat ein reines Werkzeug zu sein.

 

Hat also die mediale Person einen schlechteren Kontakt mit der Heimat als die geistige?

 

Das muss nicht unbedingt so sein, die Heimat erwartet, dass sich die mediale Person mit der Zeit entwickelt und geistig wird. Aber wie bei allem im Leben gibt es auch hier Ausnahmen, und in solchen Fällen beendet die Heimat den Kontakt mit der entsprechenden Person, bis eine Veränderung eingetreten ist. Das die Person in diesem Falle den Kontakt mit der Heimat neu entwickeln muss, ist der Preis, den man für die persönliche Entwicklung bezahlen muss. Die persönliche Entwicklung beeinflusst immer die geistige und niemals andersherum, das gilt für uns alle.

 

Wenn Du willst, dann kannst Du, und wenn Du kannst, dann willst Du auch.

 

Friede

Med tillstånd av Ortho Gravyr AB